Das war die 6. Österreichische Regionalbahntagung

Über 100 ExpertInnen von Bahnunternehmen, Land und Gemeinden kamen zur 6. Österreichischen Regionalbahntagung. Erstmals fand diese in Niederösterreich statt. Zu „Regionalbahnen – das Rückgrat unserer Mobilität“ sprach der Südtiroler „Verkehrspapst“ Helmuth Moroder.
„Regionalbahnen spielen bei der klimafreundlichen Mobilitätswende eine zentrale Rolle. Mit der sechsten klimaaktiv mobil Regionalbahn-Tagung fördern wir den Wissensaustausch und setzen einen starken Impuls, der die Regionalbahnen noch attraktiver macht und den ländlichen Raum aufwertet“, so Robert Thaler vom BMLFUW.
Michael Elsner, Regionalmanager Ostregion ergänzt: „Wir arbeiten daran, Bahnfahren mit dem ÖBB-Nah- und Regionalverkehr zu einem Teil des modernen Lebensstils in Österreich zu machen. Wenn unsere Leistungen praktisch, einfach zu nutzen und auch mit einem gewissen Charme versehen sind, werden künftig noch mehr Personen umsteigen."
Regionalbahnen in Niederösterreich
Regionalbahnen spielen auch in der Gesamtverkehrsstrategie eine entscheidende Rolle, so der niederösterreichische Verkehrslandesrat, Karl Wilfing: „Die Regionalbahnen haben für die Regionen aber vor allem auch für die Hauptrouten eine immense Bedeutung.
Das Land Niederösterreich bekennt sich ganz klar zu den Regionalbahnen und wird auch weiterhin Verkehrsdienstleistungen darauf bestellen. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit den ÖBB ist es uns hier ja bereits gelungen, nachzuweisen, dass entsprechende Investitionen in die Infrastruktur und ein damit verbundenes besseres Angebot auf der Schiene auch die Fahrgastzahlen entsprechend steigen lassen. Zuletzt ist uns das mit der Einführung des Taktfahrplanes gelungen, mit dem wir Fahrgaststeigerungen von bis zu 20 Prozent auf einzelnen Strecken verzeichnen konnten. Damit ist klar: die Regionalbahnen sind auch weiterhin das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich.“
Die wichtige letzte Meile
Wie Gemeinden und Städte von attraktiven Regionalbahnen profitieren, unterstrich Peter Görgl, Regionalplaner: „Attraktiver öffentlicher Verkehr ist für alle Gemeinden von großem Vorteil und bedeutet für alle EinwohnerInnen einen Gewinn. PendlerInnen und SchülerInnen spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Zentrum der Überlegungen der Gemeinden muss auch die Bewältigung der „letzten Meile“ sein, dass diese nach Möglichkeit kurz ist und damit zu Fuß oder per Fahrrad abgewickelt wird. Im Nahbereich der niederösterreichischen Bahnhöfe gibt es noch genügend Baulandreserven und die gilt es zu nutzen“.
